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... richtig gut zum Fuß!




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Bernd & Christoph Richter


Orthopädie - Schuhe - Bewegung. Schuhfachgeschäft mit Komfortschuhe in der Metropolregion Nürnberg, Fürth und Erlangen.





Der Fuß

Was wissen Sie über Ihre Füße?


Definition

Der Fuß (lat. pes, Genitiv pedis; altgr. πούς; Genitiv ποδός) ist der unterste Abschnitt des Beines der Landwirbeltiere.

Die evolutionäre Entwicklung des aufrechten Ganges, hängt eng zusammen mit der Evolution des Fußes. Füße weisen eine hohe anatomische und funktionale Komplexität auf.

Aufbau

Ein Fuß besteht aus der
  • Fußwurzel (Tarsus),
  • dem Mittelfuß (Metatarsus)
    • Ballen
    • Sohle
    • Rist (Außenkante)
    • Spann (Fußrücken)
    • Ferse
  • und den 5 Zehen (Digiti pedis).


Anatomie

  • Fußskelett

    Füße bestehen aus ca 50 Knochen, also ca. 25 Prozent aller Knochen im menschlichen Körper.
  • Muskulatur

    Die Fußmuskulatur besteht aus mehreren Muskelgruppen mit verschiedenen Aufgaben, um die Bewegungen des Fußes auszuführen.
    • Zu den Fußmuskeln gehören folgende Muskeln
      • Musculus gastrocnemius,
      • Musculus peronaeus tertius,

      • Musculus soleus,

      • Musculus extensor digitorum longus,

      • Musculus peronaeus longus,

      • Musculus flexor hallucis longus,

      • Musculus extensor hallucis longus,

      • Musculus peronaeus brevis,

      • Musculus flexor digitorum longus,
      • Musculus tibialis posterior,
    • Kurze Fußmuskulatur

      Die kurze Fußmuskulatur setzt sich aus folgenden Muskeln zusammen:

      • Musculus extensor digitorum brevis,
      • Musculus quadratus plantae,
      • Musculus abductor hallucis,
      • Musculus extensor hallucis brevis,
      • Musculus flexor hallucis brevis,
      • Musculus abductor digiti minimi,
      • Musculus adductor hallucis,
      • Musculus opponens digiti minimi,
      • Musculus flexor digitorum brevis,
      • Musculus flexor digiti minimi brevis,
    • Zwischenknochenmuskeln
      • Musculi lumbricales,
      • Musculi interossei dorsales,
      • Musculi interossei plantares

      Die Zwischenknochenmuskeln liegen zwischen den Mittelfußknochen.

    • Lange Fußmuskulatur

      Die Unterschenkelmuskulatur wird als lange Fußmuskulatur bezeichnet, da diese Muskeln fast ausschließlich am Fußskelett ansetzen. Die einzige Ausnahme bildet der Musculus popliteus, der nur im Kniegelenk wirkt. Die langen Fußmuskeln geben dem Unterschenkel seine charakteristische Formverjüngen, da sie sich zum Fuß hin verjüngen.
      Der Ansatz am Fußskelett erfolgt über lange Sehnen, die in Sehnenscheiden geführt und umgelenkt werden. Diese Sehnen verlaufen unter anderem über den Fußrücken, wo man sie am besten bei der Anspannung der Muskulatur erkennen kann.

    • Fußgewölbe
      Eine Muskelgruppe spannt das Längsgewölbe und Quergewölbe des Fußes. Das Fußgewölbe sorgt für die einwandfreie Funktion des Fußes. Einigen Erkrankungen des Fußes, wie Senkfuß, Plattfuß, oder Spreizfuß, liegt ein Absinken des Fußgewölbes vor.

      Durch die Fußgewölbe wird das Körpergewicht hauptsächlich über folgende drei Punkte
      • Ferse,
      • Kleinzehengrundgelenk (Kleinzehenballen) und
      • Großzehengrundgelenk (Großzehenballen) getragen.
      Die Fußgewölbe werden durch Muskulatur verspannt und durch Bänder aufrechterhalten.

      Für die Aufrechterhaltung des Quergewölbes ist das Zusammenspiel von Musculus peroneus longus und Musculus tibialis posterior entscheidend.  Wichtig für das Quergewölbe sind auch die Querzüge der Aponeurosis plantaris, sowie das Caput transversum des Musculus adductor hallucis.

      Für die Aufrechterhaltung des Längsgewölbes ist das lange Sohlenband (Ligamentum plantare longum) und die Fußsohlensehnenplatte (Aponeurosis plantaris) verantwortlich. Das Längsgewölbe wird durch die kurze Fußmuskulatur, sowie den Musculus flexor hallucis longus und den Musculus flexor digitorum longus verspannt.

    • Die Fußmuskulatur wird in die Gruppe der langen Fußmuskeln am Unterschenkel;
    • und der kurzen Fußmuskeln am Fußskelett, das heißt sie haben hier ihren Ursprung und Ansatz, unterteilt.
  • Nerven

    An Fußsohle und Zehen befinden sich in sehr hoher Dichte die Rezeptoren der Hautsinne, also dem Tastsinn.
  • Bänder



Evolutive Entwicklung

Die evolutionäre Entstehung freistehender Zehen entwickelte sich ausschließlich bei den Landwirbeltieren. Entgegen vieler Säugetiere, entwickelten sich beim Menschen jeweils 5 Zehen bzw. 5 Finger.


Fußsohle [Bearbeiten]


Die Fußsohle (Planta pedis oder kurz Planta) besitzt einen Unterbau aus einem Fettkörper, der Stöße dämpft und eine polsternde Wirkung hat, dabei aber so stabil ausgebildet ist, dass er unter den beim Gehen einwirkenden Kräften nicht verrutschen kann. Durch diesen Fettkörper hindurch sind anatomische Gegebenheiten so gut wie nicht zu ertasten mit Ausnahme der Mittelfußköpfchen der mittleren Strahlen.

Die Fußsohle lässt sich in folgende Bereiche unterteilen, die in einer Trittspur im Sand oder im Trittschaum-Abdruck eines Arztes zu erkennen sind:

Ferse

Fußaußenrand

Bereich des Längsgewölbes

Fußballen mit den Großzehen- und Kleinzehenballen unter dem Großzehen- und Kleinzehengrundgelenk und alle übrigen Zehenballen unter den übrigen Zehengrundgelenken.

Den Kontakt zum Boden hat nicht die gesamte Fußsohle. Im Bereich des Längsgewölbes bzw. Fußinnenrandes liegt sie beim gesunden Fuß nicht auf. Das Körpergewicht wird von der Fußsohle zu unterschiedlichen Anteilen getragen. Den Hauptanteil des Körpergewichtes tragen die Ferse (ca. 33 %) und der Fußballen (ca. 40 %). Den Rest übernehmen der Fußaußenrand (ca. 15 %), die Großzehe (ca. 5 %) und die übrigen Zehen (ca. 7 %).

Der Orthopäde kann mit Hilfe eines Podoskops (Gerät zur Fußdiagnostik bei Fußschäden oder -schwächen) eine direkte Untersuchung vornehmen. Die moderne digitale Pedographie ermöglicht eine Dokumentation und mit entsprechender Software auch Berechnungen für Diagnose und Therapie.







Fußskelett [Bearbeiten]

Schema der Fußknochen des Menschen.

Das Fußskelett wird nach anatomischen Gesichtspunkten unterteilt in Fußwurzel- (Ossa tarsi), die Mittelfuß- (Ossa metatarsi) und die Zehenknochen (Ossa digiti pedis). Die Knöchel gehören eigentlich zum Schienbein und Wadenbein, da sie aber Bestandteil des Sprunggelenkes sind und Probleme mit diesem Gelenk meistens in einen Zusammenhang mit dem Fuß stehen, werden die Knöchel zum Fuß geordnet.

Das gegenüber dem Sprunggelenk nach hinten überstehende Fersenbein (lat. Calcaneus) bildet die Ferse und stellt einen sogenannten Rückfußhebel dar. Die gesamte Fußwurzel wird dementsprechend unter funktionellen Gesichtspunkten auch als Rückfuß bezeichnet. Entsprechend dazu hat der vor dem Sprunggelenk liegende Bereich die Wirkung eines Vorfußhebels. Unter funktionellen Gesichtspunkten wird dieser Bereich deshalb als Vorfuß bezeichnet. Der Vorfuß umfasst die Mittelfußknochen und die Zehen. Die Knochen des Fußskelettes sind durch zahlreiche Gelenke miteinander verbunden und werden durch Bänder zusammengehalten. Die wichtigsten und von Verletzungen am häufigsten betroffenen Bänder sind die Bänder des Sprunggelenkes.

Die Fußwurzel besteht aus den folgenden Knochen

Sprungbein (Talus)

Fersenbein (Calcaneus)

Kahnbein (Os naviculare)

Würfelbein (Os cuboideum)

1. bis 3. Keilbein (Os cuneiforme I bis III)

Der Vorfuß besteht aus folgenden Knochen:

1. bis 5. Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia I bis V)

Zehenknochen (Ossa digitorum pedis)

2 Sesambeine

Menschlicher Fuß, Volumenrekonstruktionstechnik aus CT-Bildern[1]

Menschlicher Fuß, hochauflösende Volumenrekonstruktionstechnik aus CT-Bildern[2]

Gelenke [Bearbeiten]

Das Fußskelett hat folgende Gelenke:

Das obere Sprunggelenk (Articulatio talocruralis)

Das untere Sprunggelenk (Articulatio talotarsalis; besteht aus Art. subtalaris und Art. talocalcaneonavicularis)

Kalkaneokuboidgelenk (Art. calcaneocuboidea, liegt zwischen Calcaneus und Os cuboideum)

Talonavikulargelenk (liegt zwischen Sprungbein und Kahnbein)

Articulatio tarsi transversa (Chopart-Gelenk, wird aus dem Kalkaneokuboidgelenk und dem Talonavikulargelenk gebildet)

Tarsometatarsalgelenke (Artt. tarsometatarseae, auch Lisfranc-Gelenk, hier stehen der 1. bis 3. Mittelfußknochen mit den Keilbeinen und der 4. bis 5. Mittelfußknochen mit dem Würfelbein in Verbindung)

Intertarsalgelenke (liegen zwischen Keilbeinen, Kahnbein und Würfelbein)

Metatarsophalangealgelenke (das sind die Grundgelenke zwischen Mittelfußknochen und Zehengrundgliedern

Interphalangealgelenke (Gelenke zwischen den Zehenknochen)

Fußformen [Bearbeiten]

Anhand des Längenunterschieds zwischen Großzehe und zweiter Zehe werden drei Fußformen unterschieden:

Ägyptischer Fuß: Die zweite Zehe ist kürzer als die Großzehe.

Griechischer Fuß: Die zweite Zehe ist länger als die Großzehe.

Römischer Fuß (auch quadratischer Fuß genannt): Die zweite Zehe und die Großzehe sind gleich lang.

Fehlbildungen des Fußes werden in der Podologie behandelt. Krankheitsbilder sind unter anderem Spitzfuß, Knickfuß, Hohlfuß, Stempelfuß, Spreizfuß und Hallux valgus.

Siehe auch [Bearbeiten]

Schweißfuß

Schuhgröße

Lotosfuß (zu Schönheitszwecken abgebundene Füße im alten China)


Quelle: Wikipedia


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